Freitag, Dezember 19, 2025

Steina, letzter Tauchgang 2025 (19.12.25)

tg-profil_25-12-19.jpg
Kaum noch Temperaturunterschied – Trotzdem miese Sicht

Schlechte Sicht – Temperatur-“Hüpferchen“ auf 10 m schuld?

In der Hoffnung auf Sicht bei kaltem (-2°C) aber sonnigem Wetter zum letzten Mal im Jahr die Tauchausrüstung im Auto verstaut und bei Sonnenhöchststand am Haustein aufgeschlagen.
Die Idee war, dass die schlechte Sicht z.T. auf die „Auflösung“ der temperaturbedingten Sprungschichten zurückzuführen ist. OK – die Temperaturen lagen konstant zwischen 4,8 – 5,2 °C, doch bis ca. 12 m Tiefe gab es maximal einen halben Meter Sicht. Das Sonnenlicht erhellte zwar die obersten 5 Meter des Steinbruchs, doch unter Wasser war es je nach Ausrichtung zur Sonne milchig-neblig oder saharasand-gelblich trüb.
Die „Einarmigkeit“ meines Kamerasetups schlägt bei dieser miesen Sicht natürlich voll auf die Aufnahmen durch. Zusätzlich problematisch: bei 4°C sind meine Fingerneopren-Handschuhe eigentlich zu dünn. Aber ich kann Trockenhandschuhe nicht leiden und noch dickere 3-Finger-Handschuhe wären beim Bedienen der Kamera noch hinderlicher. Mit klammen Händen hatte ich aber wenig Lust auf Einstellungsänderungen.
So habe ich zwischendurch lediglich ISO von 800 auf 500 gestellt, bei der Blende und der Belichtungszeit eher sporadisch gespielt und auch den Blitz nur einmal in der Intensität verändert. An ein Begutachten der Bilder unter Wasser war eher nicht zu denken. So fiel mir zu spät auf, dass ich zu viel Blitzlicht verwendet habe. Wegen der Sicht bin ich immer auf ca. 20 cm ran ans Objekt, aber Blitzstärke 5 verwendet. Doch wirklich schlechte Sicht wird durch viel (direktes) Licht noch schlechter :(
Die Linkslastigkeit von Licht und die damit verbundene Schwebteilchenpracht ist „prima“ zu sehen.

Überrascht war ich, dass die Barsche durchaus noch aktiv waren. Ich hatte zuerst die Videoleuchte auf 30%. Ab 50 cm hat dies die armen Barsche zur Vollbeschleunigung gebracht. Ist mir bei wärmerem Wetter nie aufgefallen. Ich hoffe, sie haben jetzt kein Energiedefizit – die Leuchte habe ich sofort auf 3% gedimmt. Der Spot der Tauchlampe sorgt eh für besseren Durchblick.

Donnerstag, Dezember 18, 2025

Zeige mir deine Flossen - ich sage dir, wer du bist ..

all-in.jpg
Was passendes für jeden Zweck :)

Klarer Fall von Flossenfetisch

Insgesamt nutze ich vier Paar Flossen.
Schwere Geräteflossen für den Trocki (Apeks RK3), leichtere (Technisub Stratos) für den „dicken“ (5+7mm) Neopren. Da diese beiden Anzüge sehr häufig in heimischen Gefilden bei Sichtweiten (deutlich) unter 5 m zum Einsatz kommen, fand ich leuchtende Farben für die Flossen angemessen, da so ein Buddy leichter Sichtkontakt halten kann. Auch bei Urlaubstauchgängen mit vielen Leuten fand ich eine auffällige Flossenfarbe bei meinem Zufalls-Buddy immer hilfreich. So begleiten mich meine Stratos nun schon seit den 90igern. Sie sind auch eine prima Flosse für den Flieger, denn sie gehören trotz ihrer Robustheit zu den leichteren Geräteflossen.
Fürs Schnorcheln daheim und Urlaub sowie bei Fernreisen in anspruchsfreie Shorti-Gefilde, aber auch für anspruchsvolles Strömungstauchen vor tropischen und subtropischen Inseln gibt es bei mir passgenaues Flossenwerk mit geschlossener Ferse. Mit den Mares plana avanti im Rucksack bin ich schon seit mehr als 30 Jahren unterwegs. Sind immer noch tiptop, was man von den Rucksäcken nicht behaupten kann.
Anerkennende Bemerkungen zur Wahl der Flosse bei deftigen Strömungen gibt es bei der Mares avanti quattro power von den Ortskundigen.

Doch auch meine früheren Wettkampfflossen birgt mein Flossenschrank noch und läuft so meinem Schuhschrank in Sachen Quanti- und Qualität den Rang ab ;)