Dreckwetter am Heimatsee
Zum Flasche füllen auf nach Steina, leider bei stürmischen Böen, Regen und kühlen Temperaturen. Dem trotzten 5 Hartgesottene (schräges Bild bei den Wassertemperaturen) in Nassanzügen. Bei den drei Freitauchern war Trocki sicher keine Option.
Die oberen 10 m waren extrem trübe bei 1 m Sicht. Ab 10 m wurde es besser, aber auch deutlich kälter. Aber zur Winterszeit mach ich eh meine Tieftauchgänge und kam so auch mal wieder bei der „Mühlberg“ vorbei. Auf 20 m war es stockduster. Die Silhouette der alten Elbfähre ist dann immer wieder ein „gruseliger“ Anblick. Wenn sie im Licht der Lampe aus dem Dunkelgrün auftaucht, schlägt mein Herz auch nach mehr als 30 Besuchen noch höher. Sie ist schon das schönste Binnenseewrack, das ich kenne.
Beim Tauchen unterhalb der Sprungschicht entdeckte ich sogar mal wieder Hein B. & den Käptn.
Die meisten Fische wechseln bereits in die Winterruhe und die für sie im smaragdgrünen Wasser schwebenden Blätter, wirkten wie prähistorische Einschlüsse im baltischen Bernstein. Sie verliehen der düsteren Szene einen melancholischen Einschlag.
Insgesamt sehr anspruchsvolles Fotografieren, aufgrund der Sicht und des Lichtes. Um überhaupt auszulösen, musste ich in der Tiefe die Viedeolampe mit 10% anschalten und auf ISO 1000 wechseln. Weiter oben reichten dann IS0 500, aber aufgrund der extremen Streuung durch die Schwebteilchen und dem 120°-Abstrahlwinkel der Videoleuchte ist man bei „Licht an“ praktisch blind. Also Leuchte aus und zur Tauchlampe greifen – deren schmaler Lichtkegel sorgt viel besser für „Weit“sicht.















